DIE GESCHICHTE:
Es ist ein eigenartiges Haus, das Benehaus. Unten ist die offizielle Zustelladresse, oben vom Kirchenplatz aus, ist derzeit der Hauptzugang. Es geht über vier Etagen und ist an den Felsen gebaut.
Dem ersten ortsansässigen Kaplan, der 1656 bewilligt wurde, mit Namen Ison, musste das Verwesamt einen „bequemen Ort zur gebührenden Wohnung“ bereitstellen. Später, 1710 wurde vom Verwesamt die „Aufführung eines Stöckl auf des Herrn Kaplans Wohnung erlaubt“.
1733 wurde ein zweiter Prister angestellt, der aus einer Stiftung des Mathias Khernegger, Wirt und Müllermeister, Besitzer des Hotel Post, bezahlt werden konnte. Diese Stiftung war ein sogenanntes Benefizium. Kaplan und Benefiziat wohnten vermutlich in „des Herrn Kaplans [aufgestockter] Wohnung“.
Jetzt kommt eine verwirrende Geschichte. 1788 erscheint im Josephinischen Lagebuch: „Kochs Behausung in der Badergasse, mit Holzhütten und Würzgartl, Besitzerin Anna Maria Kochin“ mit der Adresse Unterlangbath 16. Aus der Pfarrchronik ist zu entnehmen, dass Pfarrer Johann Ev. Kurrany 1844 das „alte Kochhaus“ kauft und der Pfarre schenkt und dieses erst jetzt zum Benefiziatenhaus wurde. Die Adresse Unterlangbath 16 stammt vom alten Kochhaus. Unter dieser Adresse ist bereits 1678 ein Bäcker Christoph Schachenreüther nachgewiesen. Man kann nur rätseln, wo des „Herrn Kaplans Wohnung“ lag. Im Übrigen hat die Pfarrkirche heute auch noch keine eigene Adresse.
1940 mussten alle Priester aus dem Benefiziatenhaus in den Pfarrhof übersiedeln, weil Platz für den Kirchenchor und das Notenarchiv gebraucht wurde. Die Gemeinde hatte das bisherige Probenlokal in der alten Schule gekündigt.
Zeitweise haben mehrere Familien im Benehaus gewohnt, meist Mesnerfamilien.1948 wurde die ehemalige Wohnung des Mesners Johann Lüftinger umgestaltet, damit die Volksbücherei von der Marktgasse in das Benehaus übersiedeln kann. 30 Jahre später zieht sie wieder aus und kommt ein Haus weiter in die ehemalige Oberbank.
Spätestens 1951 sind Jugendliche eingezogen, sie haben zu geringen Kosten „ihre“ Räume renoviert. 1953 gibt es eine „Kollaudierung des Pfarrheimes“, es ist um rund S 100.000 umgebaut worden, desgleichen 1976 um S 40.000.
1975 kommt Kaplan Windischhofer. Mit seiner Hilfe gründet sich die Jugendgruppe Corazon und quartiert sich im Benehaus ein.
1983 ist eine Generalsanierung des Benefiziatenhauses mit Kosten von S 5.000.000 abgeschlossen. Ein Viertel musste die Pfarre aufbringen. Ab jetzt ist es das Pfarrheim mit dem Pfarrsaal, in dem viele Gruppen ihren Bereich haben.
Geöffnet bei Veranstaltungen, meist organisiert von der Pfarre Ebensee oder dem Katholischen Bildungswerk Ebensee.
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