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Einladung zum Glücklichsein

Stress und Lärm des Alltags lassen oft wenig Zeit für Glücksmomente. Umso schöner, wenn man auf charmante Weise dazu eingeladen wird, dem Glück wieder auf die Spur kommen – wie von den Gastgebern des prachtvollen Salzkammerguts.

Hier in der malerischen Berg- und Seenwelt zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark wurde die Idee der „Glücksplätze“ geboren. Wer einmal hier war, weiß warum: Kaum eine andere Landschaft vereint so viele kraftvolle, inspirierende und mitunter atemberaubend schöne Plätze in sich und bietet damit die besten Voraussetzungen, um zur Ruhe zu kommen und neue Kraft und Lebensfreude zu tanken. Dazu gehört allerdings, den Laptop zuzuklappen, das Handy auszuschalten und die eigenen Sinne für die Schönheit der Natur zu öffnen. Dafür begegnet man dann womöglich einem ganz besonderen Menschen: sich selbst.

Ein Artikel der Reisejournalistin Michaela Schwarz

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Der Löckersee in Gosau

Der Löckersee im Hochmoor bei Gosau ist einer dieser Glücksplätze - und dem ehemaligen Holzknecht Hans muss man nicht erklären, warum. Während er ein Grüppchen verschlafener Städter im Morgengrauen durch ein dichtes Föhrenlabyrinth hin zum kleinen Moorsee führt, erzählt er mit leuchtenden Augen von den vielen schönen Momenten, die er hier schon erlebt hat. Man reibt sich müde die Augen, gähnt herzhaft in die Landschaft – doch dann tauchen die ersten Sonnenstrahlen die zarten Dunstschleier über dem Wasser in goldenes Licht, spiegelt sich die Kulisse des mächtigen Gosaukamms glasklar im Moorsee wider.... und man versteht plötzlich ganz genau, was der Hans eigentlich meint. So manches Alltagsproblem wirkt angesichts solch zeitloser Schönheit mit einem Mal lächerlich klein, man spürt eine tiefe Zufriedenheit und Lebensfreude in sich aufsteigen und freut sich wie ein kleines Kind, diesen Platz für sich entdeckt zu haben. Kindliche Freude steht auch dem 68jährige Hans ins Gesicht geschrieben - und überhaupt erinnert er mit seiner Fähigkeit, ganz im Moment aufzugehen, verdächtig an den anfangs erwähnten "Hans im Glück". Wie es der Zufall will, ist auch dem Gosauer Hans das Thema Schleifsteine keineswegs fremd: Unweit der alten Hütte, in der er schon als 16jähriger Holzknecht so manchen Sommer verbracht hat, befindet sich ein kleiner Steinbruch, wo bis heute Schleifsteine aus dem Sandstein gehauen werden – freilich nur noch, um die Schürfrechte nicht zu verlieren, die seit vielen Generationen hier in Gosau liegen. Das Besondere an diesen Natursteinen, die in Österreich einzigartig sind: Ihr Korn ist so homogen, dass sie weder absplittern, noch die Oberflächen zerkratzen. Die Zeiten als Holzknecht sind lange vorbei - geblieben ist die Liebe zum Löckersee und das Wissen, wie man "Holzknechtnocken" zubereitet: Die handgeformten Teigwaren aus Wasser, Mehl und Salz werden zuerst gekocht und anschließend in einer großen Eisenpfanne in heißem Schmalz herausgebacken - über dem Holzfeuer, wie anno dazumal. Dazu serviert der Hans einen "Röster" aus herrlich aromatischen Äpfeln - eine Mahlzeit, die ebenso deftig wie köstlich ist.

Glücksplatz Seewiese am Altausseer See

Generell lässt sich sagen, dass die delikate Küche des Salzkammerguts ganz wesentlich zum Glücksgefühl der Gäste beiträgt: Im Jagdhaus Seewiese am märchenhaften Altausseer See ist der hausgeräucherte Saibling eine weithin bekannte und begehrte Spezialität. Der frische Fisch, der Zeit seines Lebens im kristallklaren Wasser des Sees umher geschwommen ist, wird in der kleinen Selchkammer hinter dem Haus mit Wacholderzweigen über Buchenholz geräuchert und dann, noch warm, mit viel Oberskren serviert. Noch besser schmeckt’s, wenn man zuvor um den See herum spaziert ist, der mit seinem grünblauen Wasser, der üppigen Vegetation ringsum und den weißen Schotterbänken am Ufer einen ganz eigenen Reiz ausübt. Bei klarem Wetter gibt sich in der Ferne sogar der verschneite Gipfel des Dachsteingletschers die Ehre. Auch die Seewiese vor dem alten Jagdhaus, wo schon der Kaiser gerne einkehrte, wurde zum Glücksplatz erklärt, und auch hier bedarf es keiner weiteren Erklärung. Das Ambiente ist derart beeindruckend, dass ein gewisser Altausseer namens Klaus Maria Brandauer hier bereits mehrfach Theaterstücke und Lesungen in Szene gesetzt hat. Auch die volkstümliche "Bradlmusi" tritt hier oft und gerne auf. Die Bezeichnung stammt noch aus einer Zeit, in der die Musiker für ihre Dienste mit einem Stück Braten belohnt wurden. Überhaupt scheint fast jeder im Ausseer Land ein Instrument zu spielen - und wer es nicht tut, singt oder "pascht" zur Musik. Das sogenannte "Paschen" ist eine absolute Eigenheit der Region und eine der letzten Männerdomänen: durch zeitversetztes, rhythmisches Klatschen in die Hände wird gemeinsam ein echtes kleines Klangkunstwerk erzeugt.

Glücksplätze im Salzkammergut

Vom Glöckerlweg bei Grünau, der im Frühling von tausenden Maiglöckchen gesäumt ist, über den energiereichen Feuerkogel bei Ebensee, wo vor tausenden Jahren die Sommersonnwend-Feuer entzündet wurden, bis hin zur 1000jährigen Faistenauer Dorflinde, unter der man seine Sorgen ablegen kann: Rund 200 „Glücksplätze" wurden im Salzkammergut bereits kartographiert, wobei man neben den Naturplätzen auch Sagenplätze und sakrale Plätze unterscheidet. Ein Beispiel für letzteres ist der Kulm in Tauplitz/ Bad Mitterndorf: Der prägnante Hügel am Fuße des mächtigen Grimming wurde einst von den Kelten als geheiligter Ort verehrt, und ein bisschen von dieser Aura lässt sich auch heute noch spüren. Freilich nur dann, wenn nicht gerade wieder ein Skiflug Weltcup ausgetragen wird und sich tausende begeisterte Fans rund um die legendäre Naturskiflugschanze versammeln. Wobei auch die Freude über den Sieg eines Idols ganz sicher schon so manchen Glückstaumel verursacht hat... Was die Glücksplätze von vielen anderen Tourismusideen unterscheidet, ist die hohe Identifikation der Gastgeber mit der Thematik. Fragt man einen Gosauer, so heißt es, so empfindet er es schon als Glück, in einer so schönen Umgebung leben zu dürfen. Dementsprechend groß ist die Liebe, mit der man als Gast an das Thema herangeführt wird. Das beginnt bei netten Details wie einem kleinen Buch übers Glück, das den Gast bei der Ankunft auf dem Zimmer willkommen heißt, und reicht bis hin zur Herzlichkeit eines Hoteliers wie Gottfried Koller, der in seinem Landhaushotel mit viel privater Atmosphäre dafür sorgt, dass man sich wie zuhause fühlt - nur eben noch besser. Letztendlich ist die Idee der Glücksplätze jedoch nichts anderes als eine Einladung, sich wieder mehr auf sich selbst und die Schönheit des Lebens zu besinnen – und dabei womöglich den eigenen Glücksplatz zu entdecken. Denn der liegt oft viel näher, als man denkt. Für den Libellenforscher, der seit vielen Sommern im Landhaushotel Koller residiert, ist es die gut versteckte Lichtung unweit des Hauses, auf der er seine Libellen in aller Ruhe beobachten und fotografieren kann. Für andere vielleicht der Sonnenplatz auf der Terrasse, auf dem man am frühen Abend bei einem Gläschen Wein weit in die majestätische Bergwelt hineinblickt, die Gedanken schweifen lässt... und plötzlich feststellt, wie gut man sich fühlt.

Autorin: Michaela Schwarz

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