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Schwedenfeuer & Holzknechtnock´n

"S´is finster draust, is kalt und stad". Wenn die Flocken wirbeln und der Winter eine weiße Decke über Berge und Täler breitet, bin ich am liebsten im Salzkammergut. Mit seinen besinnlichen Adventmärkten und seinen ursprünglichen Bräuchen bietet es Oasen für die Seele. Orte für Gefühle und Sehnsüchte, für das Kind in mir.

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Eine ganz besondere Oase ist die Gosauer Bergweihnacht, wo es meinen Lieblings-Orangenpunsch gibt. „Ja, bei mir sind wirklich frisch gepresste Orangen drin“ lächelt die Gosauer Bäuerin, die auf ihrem Standl Orangenpunsch ausschenkt. In den kleinen Holzhütten rund um Freilichtmuseum und Heimathaus im Gosauer Hintertal gibt es nur echt Selbstgemachtes: Glühwein, Glühmost, Brioche und Kletzenbrot, Kaskrapfen, Holzknechtnocken und eine märchenhafte Stimmung. Rundum breiten schneebedeckte Tannen ihre mächtigen Äste wie zum Schutz aus über den Adventzauber. Der warme Schein von Kerzen, Schwedenfeuern und Laternen taucht die Szenerie in eine märchenhafte Atmosphäre.

Drinnen im Stadl gibt es handgestrickte Socken, von Hand geschnitzte oder gedrechselte Kunstwerke, selbst gefundenes und bearbeitetes Urgestein aus dem Dachsteingebiet, gehäkelte Decken, gefilzte Patschn und noch vieles andere mehr, was viele fleißige Hände das Jahr über stricken und häkeln, hämmern und schnitzen, brennen und einlegen, kurz: mit viel Liebe herstellen, mit Stolz herzeigen und natürlich auch gerne verkaufen. Heimeliges Licht, die Wärme der Kachelöfen und der Ruß des lodernden Feuers, über dem die Holzknechtnockn im Topf brodeln, versetzen uns in frühere Zeiten, damals, als wir noch Kind sein durften und das Staunen nicht verlernt hatten.
Das Licht spielt in dieser Zeit, wenn es schon so früh dunkel wird, eine wichtige Rolle. Sei es das Licht der Kerzen und Wärmefeuer, wie in St. Wolfgang, wenn dort jeden Mittwoch ab 16 Uhr die künstliche Beleuchtung erlischt. Oder bei den vielen anderen Adventmärkten, in Mondsee, Bad Ischl, Fuschl oder in Gmunden. Jeder Ort hat seine eigenen Schmankerln zu bieten. Doch wenn die Dunkelheit anbricht, erhellen überall Lichter die dunkle Nacht wie kleine funkelnde Sterne. Auch beim traditionellen Glöcklerlauf am Vorabend von Dreikönig im Januar schwärmen Lichtgestalten aus, deren kunstvolle Kappen von innen leuchten ...
Einen Brauch, in dem Licht und Feuer eine besondere Rolle spielten, gibt es in Obertraun am Hallstättersee zwischen den Jahren. Das werde ich in diesem Jahr wieder machen, weil es mir letztes Jahr so gefallen hat. Dort verabschieden nämlich Einheimische und Gäste das alte Jahr eine ganz besondere Art und Weise: Mit dem Altjahrverbrennen am Hallstättersee, das nach altem Brauch am 28. Dezember stattfindet: Um 19 Uhr geht es mit Fackeln durch den Winterwald. Eine leichte Wanderung von etwa einer halben Stunde, jeder ausgerüstet mit Proviantsackerln, die man gegen einen Obolus mitbekommt.
Von weitem leuchten am See schon die Feuer, klingt die Musik der Bläser: Im großen Sorgenfeuer kann jeder seine Nöte verbrennen, auf dass sie im neuen Jahr nicht wiederkehren. Und im Wunschfeuer steigen die Sehnsüchte jedes einzelnen als Rauch zum Himmel, um sich im neuen Jahr zu erfüllen – vielleicht. Im Schwedenfeuer kann man die mitgebrachten Würstel aus dem Sackerl knusprig zu braten. Ein schöner Brauch, um sich würdig vom alten Jahr zu verabschieden und hoffnungsvoll das neue Jahr zu begrüßen. Nur vor dem Funkenflug musste ich meine Jacke in Sicherheit bringen ... und tagelang auslüften.
Das innere Feuer entfacht ein anderer Brauch, der am 26. Dezember in vielen Gasthäusern der Region zelebriert wird, wenn der Festtagsbraten noch ein wenig im Magen zwickt. Da kommt in vielen Gasthäusern in Hallstatt, Bad Goisern, Gosau oder Obertraun ein hochprozentiger Brauch zum Einsatz: das „Krambamperlbrennen" „Krambambuli“ ist ursprünglich ein Wortspiel um den Danziger Wacholderbranntwein. Später nahm man Schnaps ¬ natürlich selbst gebrannten. Das randvolle Glas oder Bierkrügerl mit dem hochprozentigen Getränk wird entzündet und über das bläuliche Flämmchen wird eine Gabel gehalten, auf der Zuckerstückchen liegen. Diese tropfen durch die Flamme in den Schnaps, wo sie als braune Klümpchen zu Boden sinken.
Wenn das Getränk eine satte braune Farbe hat, wird die Flamme gelöscht und der „Krambamberl", wie er am Fuße des Dachsteins liebevoll heißt, darf verkostet werden. So ist das „Krambamberl-Brennen" ein Stück Wirtshauskultur im Inneren Salzkammergut. Für die richtige Unterlage sorgen vielerorts Holzknechtnockn, ein Relikt von früher: Sie erinnern an die hart arbeitenden Holzknechte, die für die Saline das Holz heranschafften. Sie hatten nur wenige Vorräte auf der Hütte in den Bergen und ein warmes Feuer im Ofen. So entstand das Rezept der „Holzknechtnockn“ ... guten Appetit!

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