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In Reserls Reich

Das Grün des Wolfgangsees kennt jeder, aber das geheimnisvolle dunkle Schimmern eines Waldmoorsees? Das und noch viel mehr bietet der kleine Ödensee im steirischen Salzkammergut.

Vom Winter kenne ich ihn schon, denn er lässt sich mit Langlaufskiern super umrunden. Aber mit Kinderwagen? Kein Problem, stelle ich fest. Der Ufer-Rundwanderweg um den See hat kaum Steigungen, der Weg ist schön flach, und in einer knappen Stunde bin ich wieder am Ausgangspunkt. Doch einfach nur umrunden wäre viel zu schade: Innehalten und auf den dunklen See schauen bringt alleine schon Abkühlung in einem heißen Sommer. 22 Grad hat er, wenn es nicht gerade geregnet hat, dann kühlt er etwas ab.

Zum Reingehen ist der Untergrund zwar etwas schlammig, aber es gibt auch Stege, Bankerl am Seeufer und kleine, verschwiegene Badeplätze. Und nach dem ersten Abkühlen schwimme ich sozusagen mit Bachforellen, Saiblingen und Hechten um die Wette. Und das Wasser ist so weich, dass sich meine Haut ganz samtig anfühlt. Wer kann schon im Waldmoorsee mal baden?

Die Kinder können sich in der Zwischenzeit am umzäunten Spielplatz austoben. Oder dem einsamen Angler, der auf einem der Stege Platz genommen hat, Gesellschaft leisten. Beim Fischereiverein gibt es die Fischerkarte. Aus der Ferne grüßen der imposante Grimming und die Berge rund um die Tauplitz. Vor Jahren noch war der Weg von dichten Bäumen umgeben, heute wird er ausgelichtet und neu aufgeforstet mit heimischen Gewächsen. So ist der  Blick frei auf die üppige Ufervegetation, die hier ganz besonders ist: Klebriger Salbei, Moosauge, Fichtenspargel, Schuppenwurz und Schildfarn gedeihen hier, und bewirken, dass der Ödensee keinesfalls so öde ist wie sein Name vielleicht aussagt.

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Und was ist das denn? Wie kleine Zwerge bevölkern Steinmännchen ein trockenes Bachbett, einer lustiger und individuelle wie der andere. Ursprünglich dienten solche Steinmandl oder Steindauben in den Alpen der Orientierung als Wegzeichen, hier sind sie aber wohl eher als „Land Art“ zu betrachten. Ob es dem Naturschutz so gefällt wenn Steine ihrer natürlichen Lage beraubt werden? „Ja, da hat es Diskussionen gegeben“, bestätigt mir ein Wanderpaar, das in dem kleinen Hüttchen weiter vorne sitzt. Sie ist geschmückt mit tibetischen Gebetsfahnen...vielleicht sind die Steinmännchen also tibetischer Herkunft, wo sie als Wohnsitze für gute Geister gedacht sind...

Überhaupt, die guten Geister, die sitzen oder vielmehr wirken im neu erbauten „Genuss Am See“ am Ende oder Anfang des Rundwegs: Christina und Manfred Mayer haben hier an der Stelle der alten „Kohlröserlhütte“ ein wahres Genuss-Imperium geschaffen: mit einem „Genusstunnel“, der zu den Köstlichkeiten des Genussladens führt, in dem es Selbstgemachtes oder Gutes aus der Region zum Mitnehmen  gibt: Da läuft mir schon das Wasser zusammen bei den Nudeln, die es in abenteuerlichen Geschmacksrichtungen und unterschiedlichen Formen gibt, nämlich „aindrat“, gwöllat“ oder „laang“. G´schmackig mit Brennessel, Chili, Zitronenthymian oder Basilikum aromatisiert. Alles Kräuter, die vor der Haustüre in den fünf großdimensionierten Hochbeeten wachsen - außer der Brennessel, die wächst in freier Wildbahn. Es gibt auch vorzügliche Weine und noch viele andere Köstlichkeiten zum Gustieren - mit direktem Zugang zum See sozusagen.

Schade, dass der Rundgang viel zu kurz war, um einen richtigen Hunger zu bekommen. Denn einen Stock weiter oben gibt es die große Terrasse oder die geschmackvoll eingerichteten Stuben, um sich dort niederzulassen und wie ein Genusstiger zu speisen. Aber für die Topfennockerl reicht es allemal: Serviert mit köstlichem Hollereis, flauschig in knusprigen Semmelbrösel gewälzt und mit frischen Früchtchen serviert. Da muss man einfach niedersitzen und dem Reserl danken, die dem Platz und dem Vorgängerbau vor hundert Jahren ihren Namen gegeben hat...die fesche Köhlerstochter, die so vorzüglich kochen konnte und nicht nur die feschen Burschen anlockte, sondern auch viele Leute, die wegen ihrer Küche zum Köhler-Reserl kamen. Weswegen der Platz weit jeher Kohlröserlhütte heißt. Ihr Erbe haben heute die Wirtsleute Christina und Manfred Mayer angetreten und führen es mit viel Liebe zum Genuss fort.

 

Zum Topfennockerl-Rezept

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