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/ Mähen mit „mäh“

Mähen mit „mäh“

Von Strobl am Wolfgangsee aus schlängelt sich der Weg zum Mahdhäusl erst am Moos-, dann am Steinbach entlang zu der kleinen Oase der Gemütlichkeit hoch über dem Wolfgangsee. Für Kinder ist der kleine Wildpark mit seinen vierbeinigen Raritäten eine Attraktion, für die Erwachsenen vor allem die Leckerbissen, die quasi von der Wiese frisch auf den Tisch kommen.

Dass Helmut Bruckenberger tierlieb ist, ist offensichtlich: Der weiße Seidenhahn hat bei dem jungen Chef Asyl bekommen, weil er in der Siedlung unten zu laut war. „Jetzt werd ich ihm wohl noch zwei Hennen besorgen, sonst wird er gar zu aggressiv“, lächelt der Landwirt, der auf dem kleinen Anwesen für alles zuständig ist: fürs Wirtshaus, die „Viecher“, die Landwirtschaft. Der gelernte Metzger hat es von klein auf so vorgelebt bekommen. Seine Mutter Traudl hilft mit unglaublichen 77 Jahren noch heute mit und kümmert sich mit seiner Frau Christine um die Gäste. Die können hier auch Urlaub machen, mit Blick auf den Wolfgangsee, mit Frühstückseiern direkt aus dem Hühnerstall. Wanderwege gibt´s in Hülle und Fülle, rund und auf die Bleckwand, den Sparber oder ganz einfach auf die höher gelegene Schartenalm.

Hobby und Beruf zugleich ist Bruckenbergers kleiner „Zoo“, der nicht nur die Kinder erfreut. Sehr beliebt bei den Kleinen sind die Zwergziegen im Ziegenhotel, die neugierig den Kopf durch den Zaun stecken. Futter gibt´s im Mahdhäusl für einen kleinen Obulus zu erwerben – den Tieren zuliebe, die kein verkehrtes Futter fressen sollen. Die Viecher sind aber nicht nur eine Attraktion für die Gäste, sondern haben auch eine wichtige Funktion, wie beispielsweise Bruckenbergers  Quessantschafe, die der kleinsten Schafrasse Europas angehören. Durch Zufall ist der Hausherr auf die Tiere mit dem französischen Namen gestoßen. Die Rasse stammt ursprünglich  von einer kleinen Insel vor der bretonischen Küste. Dort wurden die anspruchslosen Schafe jahrhundertelang wegen der Wolle gehalten und waren vor 50 Jahren fast schon ausgestorben. Bis ihre Qualität als „ökologische Rasenmäher“ wiederentdeckt wurde.

Diese Eigenschaft schätzt auch der junge Chef des Mahdhäusls: „Das Mähen auf den Hangflächen, die wir haben, ist mühsam, das macht heute keiner mehr.“ Dabei kommt der Name Mahdhäusl von der Mahd, vom Mähen. „Genauer gesagt, von der umzäunten Fläche rund um eine Almhütte, die gemäht wurde“, weiß Seniorchefin Traudl.  Früher gehörte das Häusl im ´Mahd’ zu einem Strobler Bauernhof. Bruckenbergers Vorfahren erwarben es und bauten es aus. So wurde das Mahdhäusl in den 50er Jahren zu einer Jausenstation, und heute zu der urigen Gastwirtschaft, deren Wände die Jagdtrophäen von Helmuts verstorbenen Vater schmücken. Der Sohn setzt heute statt der Sense die vierbeinigen Rasenmäher ein, die dem Namen des Mahdhäusls heute wieder alle Ehren machen.

Daneben stehen bei Helmut Bruckenberger aber auch noch Skudden im Stall. Wegen ihres imposant gedrehten Gehörns wirken die männlichen Tiere dieser uralten Rasse aus Ostpreußen sehr majestätisch. Begehrt ist ihr Kopfschmuck bei den Perchten, die damit ihre furchterregenden Masken ausstatten. Die Skudden gehören zu den ältesten Hausschafrassen und steht auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierarten. Davon ist aber im Stall der Bruckenbergers nichts zu spüren, denn dort fressen die Tiere friedlich vor sich hin. Mit den schwarzen Schweizer Juraschafen oder den Tiroler Bergschafen, die ebenfalls ihr Quartier hier haben, kommen sie sich nicht in die Quere.  Im Sommer dürfen alle zusammen auf die Hochalm auf der Bleckwand, und fressen sich dort mit gesunden Almkräutern satt. Müßig zu sagen, dass auch das Fleisch sehr geschätzt wird. Denn die Tierliebe geht bei den Bruckenbergers eben auch durch den Magen: Vom Lamm gibt es natürlich den Braten oder feines Geschnetzeltes... hmmmh.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Kindern finden die zottigen Vierbeiner einfach nur zum Liebhaben, vor allem die putzigen Lämmchen. Genauso wie die Zwergziegen im Ziegenhotel, die freilaufenden Hühner oder die lustigen Hasen, die auf dem Gelände herumhoppeln. Weiter oberhalb ist noch das stolze Rotwild im Gehege zu besichtigen. Der einzige Wermuttropfen für die Bruckenbergers ist, dass es nicht möglich ist, einen Ziergarten anzulegen. „Die Viecher würden mir jedes Blümchen auffressen“, seufzt Christine Bruckenberger, während sie eine erfrischende, sommerliche Spezialität des Hauses anrichtet: das Carpaccio vom Hirschschinken.

Wie der Schinken selbst eingelegt wird, verrät sie allerdings nicht: „Das ist ein hauseigenes Rezept mit verschiedenen Gewürzen“. Nur soviel sei gesagt, dass er eine leicht zitronige Note hat ... aber am besten selbst probieren. Übrigens braucht man ihn im Gegensatz zum Rindfleisch nicht einzufrieren, um ihn hauchdünn schneiden zu können. „Das Fleisch ist so fest, dass man es leicht so schneiden kann, am besten natürlich mit der Maschine“, sagt die Chefin des Hauses. Natürlich ist der Schinken neben anderen Köstlichkeiten wie Hirsch-, Lammwurst oder Speck im Mahdhäusl zum Mitnehmen erhältlich, damit man sich auch zuhause eine g´schmackige Jause zubereiten kann. Den Hirschbraten und viele andere Köstlichkeiten selbst gibt´s mit Blick auf den Wolfgangsee auch auf der sonnigen Terrasse des Hauses.

Mehr unter www.mahdhaeusl.at

 

Zum Hirschcarpaccio-Rezept



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