
Tauchen Sie ein in einen glasklaren See mit Trinkwasserqualität...

| Einstiegsstellen: | 1. Marineschule In Ried, einem Ortsteil von St. Wolfgang, eröffnete 1911 Kaiser Franz Joseph die von ihm erbaute Marineschule. Während des 2. Weltkrieges war hier eine Kadettenanstalt der deutschen Kriegsmarine eingerichtet. Kleine Kriegsschiffe zur Ausbildung der Kadetten wurden vor Anker gelegt. Heute ist die ehem. Marineschule ein Mädchenpensionat für Hauswirtschaftsleiterinnen. Im See vor der Marineschule hat man bis heute bereits mehr als 200 Marinedolche mit Elfenbeingriffen und vergoldeten Messerscheiden gefunden. Ein Safe in 15 m Tiefe wurde einst von Feuerwehrtauchern aus Linz gesprengt, dabei wurde der gesamte Inhalt leider vollkommen zerstört. 2. St. Gilgen Die Marineschule in Ried wurde am 7.2.1945 aufgegeben. Nachweislich war es die letzte Station der ungarischen SS, deren Reste dort einquartiert waren. Die Truppe hatte beim Rückzug aus Ungarn sämtliche Wertgegenstände aus dem Besitz des ungarischen Adels und vieler vermögender Personen konfisziert. Auch der Kronschatz und Silbergeschirr sollen sich in den Händen der SS-Truppen befunden haben. Ein Teil der aus Schlössern, Gütern und Herrenhäusern stammenden Schätze wurde bei Kriegsende gegen Zivilkleidung und Geld eingetauscht, als die Amerikaner in Österreich einmarschierten. Auf der Flucht vor den Besatzungstruppen versenkte die ungarische SS den größten Teil des Schatzes zwischen St. Gilgen und Stockach im See. Vereinzelt aufgefundene Wertgegenstände in Ufernähe deuten darauf hin. Auch Hinweise aus der Bevölkerung, die von den oben erwähnten Tauschaktionen berichteten, lassen weitere Fundstellen im See als wahrscheinlich erscheinen. In St. Gilgen war nach dem Krieg der bekannte Filmschauspieler Theo Lingen Bürgermeister. Gleichzeitig war es auch der Aufenthaltsort von Prof. Dr. Hans Hass während der Nachkriegswirren. Hans Hass wurde 1945 von den Alliierten beauftragt, sämtliche für eventuelle wertvolle Fundstücke in Frage kommenden Stellen abzutauchen. Bei Stockach steht in 20 m Tiefe ein fast 15 m hoher Baum senkrecht im Wasser. 3. Fürbergbucht/ Falkensteinwand Der Bereich Falkensteinwand ist entweder über einen ca. 300 m langen Fußmarsch vom Gasthof Fürberg weg in Richtung St. Wolfgang erreichbar oder per Elektroboot von St. Gilgen aus. Er gilt als einer der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Tauchplätze (steil abfallende Felswand mit Überhängen). Als Laichschutzzone gesperrt vom 15. März bis zum 10. Mai! Die imposante Falkensteinwand ist schon von weitem zu erkennen und ein optisches Wahrzeichen der Region .Zur kleinen Wand kann man (über Winkl) mit dem Auto gelangen. Man darf sich dann allerdings nicht zu gut sein, denn ein paar Meter bergauf und ab darf man seine Ausrüstung dann schon schleppen. Getaucht wird dann von der flachen Bucht aus rechtswärts zu einer schön zerklüfteten Wand. Die große Wand ist nur mehr mit dem Boot zu erreichen. Der Bootsverleih Engel in St. Gilgen bietet sich hier als "Transfershuttle" an. Sie hat auf ca. 30 m ein kleines Plateau, auf dem sich das herabfallende Gestrüpp noch eine kleine Pause gönnt, bevor es dann in die dunkle Tiefe weitergeht. 4. Franzosenschanze In 42 m Tiefe lag früher ein amerikanischer Panzer, er wurde aber mittlerweile geborgen. Die Stelle, an der er früher lag, findet man relativ schnell, wenn man von der kleinen Brücke mit den zwei Betonrohren dem fünf Meter daneben führenden Trampelpfad folgt. Direkt an der Einstiegsstelle befand sich das Kriegsfahrzeug. ACHTUNG: Tauchverbot vom 15. September bis 15. April 5. Strobl Bei Strobl ist der See ein relatives Seichtgewässer, die Flora ist mittelmäßig, der Fischbestand jedoch sehr gut. Im Bereich Bügelsteig Strobl liegt in nur wenigen Metern Tiefe eine Beiwagenmaschine aus dem 2. Weltkrieg. 6. Fürberg Viele Bäume liegen in geringer Tiefe, das Wasser ist kristallklar. ACHTUNG: Zwischen 15. September und 15. April jeden Jahres herrscht an der Franzosenschanze sowie an den Einstiegen der größeren Parkplätzen generelles Tauchverbot. Laut Auskunft der Tauchschule Blue Fins kann an den übrigen Stellen aber getaucht werden. |
Die Tiefe nimmt von Westen nach Osten zu, die tiefste Stelle (114 m) liegt südlich von Sappl. Das Wasser hat Trinkwasserqualität. Die Sicht ist gut: in Flachbereichen fünf bis zehn Meter. Darunter eine Trübschicht mit Sicht von nur einem bis zwei Meter, ab 15 m wird das Wasser wieder klar, aber da braucht man dann schon eine Lichtquelle. Bis in sechs Meter Tiefe üppige Flora. Der See friert im Winter manchmal zu.
Die Fremdenverkehrsorte konzentrieren sich am Nordufer. Das Südufer ist unbebaut, stark bewaldet und sehr steil, unter Wasser bis 90 m abfallend.
Fische:
Karpfen, Forelle, Schleie, Saibling, Aitel, Reinanke, Barbe, Maräne, Weißfisch
Besonderheiten/Gefahren:
Vorsicht vor Linienschiffen, Segelbooten und Surfern!
Waffenfunde niemals berühren und unbedingt melden, sonst drohen hohe Geldstrafen!
Direkt in St. Wolfgang darf nur mit Genehmigung getaucht werden, die aber nur an Logisgäste vergeben wird. Der See hat aber sonst auch noch einiges zu bieten.
www.tauchstation.at
Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft
Au 140, 5360 St. Wolfgang
Tel.: +43 (0)6138 8003
Fax: +43 (0)6138 8003-81
e-Mail: info@wolfgangsee.at
Web: http://www.wolfgangsee.at